Bauplan: Geschlechtergerechtigkeit
Dreißig Jahre sind vergangen, seit die Frauenbewegung in Deutschland auf die Barrikaden ging und sich lautstark für die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzte.
Heute gibt es Frauenbeauftragte und Gleichstellungsgesetze, Zugangsquoten und Förderpläne. Doch trotzdem sind wir von Geschlechtergerechtigkeit weit entfernt: Noch immer scheint die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor allem ein Thema der Frauen, noch immer verdienen Frauen im Vergleich weniger, sind in den verantwortungsvollen Posten seltener vertreten und leisten 80 Prozent der Hausarbeit.
Geschlechtergerechtigkeit meint noch mehr als das: Sie steht für den Abschied von sozial festgelegten Rollenmustern, die Handlungsspielräume einschränken; sie hat zum Ziel, dass die und der Einzelne, die für sich passende Rolle finden und leben kann. Davon profitieren Männer und Frauen gleichermaßen. Die Herausforderungen der Zukunft sind nur gemeinsam, gleichberechtigt und partnerschaftlichen zu bewältigen!
Thesen:
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Bis Chancengleichheit erreicht ist, müssen auch weiterhin Frauen besonders gefördert werden.
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Die Vereinbarkeit ist ein Thema für Männer und Frauen – dies sollte durch gesetzliche Maßnahmen wie die Elternzeit für beide Elternteile gefördert werden. Teilzeit von Männern ist dabei besonders zu fördern.
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Geschlechtsspezifische Angebote fördern die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und deren Hinterfragung. Darum brauchen wir mehr Angebote für Mädchen wie für Jungen und fest installierte Stellen für BildungsreferentInnen bei den Landesarbeitsgemeinschaften Mädchenarbeit und Jungenarbeit.
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Alle politischen Entscheidungen müssen auf ihre Wirkung auf Männer und Frauen überprüft werden – „Gender Mainstreaming“ nennt sich dieser Prozess, den die EU angestoßen hat. „Gender Mainstreaming“ ist in allen öffentlichen Einrichtungen und Organisationen konsequent umzusetzen – allen voran in der Landesregierung!
