Bauplan: Bildung


In einer globalisierten Wissensgesellschaft ist Bildungspolitik der Schlüssel zur Gestaltung von Zukunft. Junge Menschen sind noch mehr als früher darauf angewiesen, dass sie gut ausgebildet sind. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist es wichtig, dass die kommenden Generationen optimale Voraussetzungen haben, ihre Fähigkeiten zu nutzen. Denn zukünftig müssen weniger junge Menschen das Gemeinwesen mitgestalten und die Wirtschaft tragen.

Bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich gezeigt, dass eine unzureichende Bildungspolitik im nachfolgenden Jahrzehnt immense Probleme bei der Bereitstellung ausreichender Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zur Folge hat.

Wichtig ist, dass Bildung umfassend verstanden wird. Es muss immer um die „optimale Entfaltung aller geistigen, seelischen und körperlichen Kräfte“ gehen (Bildung in Bewegung – Positionspapier des Landesjugendrings; 2002). Das bedeutet auch, dass sich Bildung nicht nur auf ökonomische Erfordernisse konzentrieren darf. Gerade in der außerschulischen Jugendbildung zum Beispiel in Jugendverbänden erwerben Jugendliche Sozialkompetenzen und lernen, sich in demokratischen Systemen zu bewegen. Dies sind wichtige Qualifikationen für das zukünftige zusammenleben unserer Gesellschaft. Schon jetzt drohen 20 Prozent der Jugendlichen durch das Bildungssystem unseres Landes zu fallen und, abgestempelt als so genannte Bildungsverlierer, wenig Aussicht auf ein
selbst bestimmtes Leben zu haben. Bei der Planung von Bildung ist zu beachten, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in der Altersgruppe der 20- bis 35-Jährigen deutlich zunehmen wird. Deren Risiko, keine ausreichende Ausbildung zu erhalten, ist wesentlich höher als das der Jugendlichen deutscher Herkunft.

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